· 

Kolumne: Yoga is not a competition - but I'm winning.

fluegelwesen. de - Yoga is not a competition.
Yoga is not a competition - but im winning.

Geht's dir genauso wie mir?

Ich vergesse nämlich ziemlich oft, dass Yoga kein Wettbewerb ist. Wenn ich so abends auf der Couch liege und durch Instagram scolle und all die Menschen sehe, die einhändige Handstände machen oder einbeinige Räder. Da regt sich Neid in mir, denn das, was die Yogis auf Insta können, das kann ich noch lange nicht. Aber zugegeben: Ich würde es gerne können.  Oft vergesse ich dabei, dass viel harte Arbeit dahinter steckt und Erfolg nicht vom Himmel fällt.

Neid ist jetzt nicht gerade die Tugend, die ich mit dem Yoga verbinde. Was mir dann hilft, ist zum einen mich daran zu erinnern, dass es duchaus Asanas gibt, die ich bereits "gemeistert" habe.  Und so ein kleines bisschen ist auch mein Ehrgeiz geweckt, wieder disziplinierter an mit zu arbeiten.

Aber nicht nur beobachte ich einen Wettbewerb zwischen mir und den anderen - auch mit meinem "Vergangenheits-Körper" - wie oft war ich furchtbar verzeifelt, weil ich "plötzlich" ein Asana nicht mehr so konnte, wie noch vor einiger Zeit? Ich konnte z.B. mal in den Handstand schwingen und das kann ich jetzt nicht mehr. Und es macht mich wahnsinnig. Hier regt sich allerdings kein Neid, sondern das schlechte Gewissen - wie oft habe ich mir schon fest vorgenommen, das Bauchmuskel-Training durch zu ziehen und habe dann aber gekniffen? Hier hilft mir: Einen Schritt zurück treten. genau das Problem analysieren und nach einer passenden Lösung suchen. z.B. statt jeden Tag 20 Minuten Core-Training nur nur 5, weil es sich gerade besser in den Alltag integrieren lässt.

 

Dabei geht's doch im Yoga darum, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben - und das ist in der Tat gar nicht so einfach.  Und ich möchte in Zukunft öfter versuchen, Asanas einfach geschehen zu lassen und mir immer wieder vor Augen zu führen: Egal, wie weit ich komme - es ist okay.

 

Namasté!

Christine

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0