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Mit Yoga anfangen - 6 Antworten auf deine Fragen

Vielleicht überlegst du gerade, wie du mit Yoga anfangen kannst. Und egal, ob du anfangen möchtest, weil du Rückenschmerzen hast, dich einfach mal so richtig entspannen möchtest, dir selbst etwas Gutes tun möchtest oder aus einem völlig anderen Grund - herzlichen Glückwunsch! Yoga wird dein Leben verändern - lass uns anfangen!

Zu Beginn haben Anfänger sehr viele Fragen und ich möchte heute versuchen, dir soviele Anftworten zu liefern, wie möglich.

Yogastudios gibt's zumindest in den großen Städten wirklich einige - doch wie finde ich das Studio, was zu mir passt? Woran erkenne ich, eine gute Yoga-Lehrer_in? Und wie bleibe ich am Ball? All das heute hier.

1. Wie fange ich mit Yoga an?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, mit Yoga anzufangen:

  • ein Präventionskurs
    Präventionskurse umfassen eine festgelegte Anzahl an Terminen und werden von den Krankenkassen bezuschusst - ideal, um Yogaluft zu schnuppern und zu entscheiden, ob Yoga etwas für dich ist.
    Meist finden diese Kurse 12 Mal am selben Wochentag statt und du musst 80% der Termine anwesend sein, um die Erstattung zu bekommen. Dadurch sind die Kurse recht unflexibel.
  • ein Kurs in einem Studio
    Besonders in den größeren Städten haben sich Yogastudios etabliert, die nach dem Drop-In Prinzip arbeiten: Du kannst zu jedem Kurs kommen ohne dich vorher angemeldet zu haben und du zahlst mit einer 10-er Karte oder buchst eine Flatrate. Das ist super, um am Anfang verschiedene Lehrer_innen auszuprobieren.
  • ein Workshop
    Manche Studios bieten Einsteiger-Workshops an, an denen du an einem Nachmittag die Basics vermittelt bekommst. Damit kannst du die Basis schaffen, viele Dinge im Yoga brauchen allerdings Zeit - deine Muskeln müssen sich aufbauen, deine Haltung wird sich verändern, das geht nicht von jetzt auf gleich. Aber Workshops sind eine gute Möglichkeit in ein Thema (tiefer) einzusteigen.
  • Youtube/Videos
    Ganz bequem von Zuhause kannst du mit (Youtube-) Videos üben. Super ist, dass du dir viele verschiedene Stile und Lehrer ohne viel Aufwand ansehen kannst und auch mal ein Video abbrechen kannst, wenn es dir gar nicht zusagt. Allerdings hast du als Anfänger niemanden, der schaut, ob du dich auch nicht verletzt.

 

2. Wie finde ich ein gutes Yogastudio?

Besonders um sich nicht zu verletzten ist ein gutes Yogastudio und eine gute Yogalehrer_in unerlässlich. Doch was ist ein gutes Yogastudio?

  • Du solltest dich wohl fühlen! Das ist wirklich die Hauptsache. Also höhre auf dein Bauchgefühl  - wenn es sich nicht richtig anfühlt, dann probiere ein anderes Studio aus.
  • Bei deiner ersten Yogastunde bei der Lehrer_in/in dem Studio solltest du gefragt werden, ob du schonmal Yoga gemacht hast.
  • Während der Stunde geht die Leherin im Raum herum und gibt "Adjustments". Entweder verbal "Heb deinen Arm noch ein kleines bisschen höher" oder sie fasst ihre Teilnehmer an. Blutige Anfäger fasse ich persönlich noch nicht an und gebe so wenig Adjustments wie möglich, um nicht zu verunsichern. Aber sobald der Welpenschutz vorbei ist, gehört das Adjusten zu einem guten Unterrichtstil dazu.
  • Probiere verschiedene Studios aus! So kannst du verschiedene Stile und Yogalehrer_innen kenne lernen und dich dann für das Studio entscheiden, dass dir am Besten gefällt.

3. Was brauche ich am Anfang?

Das coole an Yoga ist: Du brauchst für den Anfang nicht viel.Und das meiste wirst du schon Zuhuse haben.

  • Sportsachen, die so sitzen, dass du dich frei bewegen kannst, aber gleichzeitig nicht verrutschen
  • Neugier, dich auf einen neuen Sport einzulassen
  • ganz evtl. eine Matte. Die meisten Studios bieten Leihmatten an, sodass du für den Anfang keine Matte brauchst. Eine gute Matte ist rutschfest und gibt dir Stabilität. Ich benutze eine Reiseyogamatte (Amazon - Affiliate Link) von bodhi. Aber dazu werde ich nochmal was schreiben.

4. Wie überwinde ich meinen inneren Schweinehund?

Jeder Anfang ist schwer - wer kennt das nicht? Und es gibt dort draußen so viele Ausreden: Ich kann heute nicht zum Yoga,

  • ....weil es regnet,
  • weil es zu warm ist.
  • Ich schon wirklich müde bin.
  • Ich meine Sportsachen Zuhause vergessen habe.

Das kommt dir bekannt vor? Mir auch! Doch was tun? Es gibt mehrere Wege, sich selbst etwas auszutricksen.

  • Belohne dich! Als ich mit dem Yoga angefangen habe, habe ich mir das Ziel gesetzt, meine 10er Karte innerhalb von 3 Monaten aufzubrauchen. Das war ein realistisches Ziel und ja, ich habe es geschafft. Danach habe ich mir eine tolle neue Matte gekauft.
  • Investiere in Ausrüstung! Es mag vielleicht konträr dazu sein, dass ich oben schrieb, dass du für den Anfang nichts brauchst. Aber es gibt Studien, die belegen, dass man länger am Ball bleibt, wenn man eine Investition getätgt hat. Das kann natürlich die neue Matte oder die besonders coole Hose sein. Das kann aber auch die 10er Karte sein.
  • Setzte dir kleine und schaffbare Ziele! Nichts demotivert mehr, als seine Ziele nicht zu erreichen. Fang daher klein an und steiger dich nach und nach.
  • Suche die ein "Yoga-Buddy". Viele Dinge machen zu zweit mehr Spaß - Yoga zum Beispiel. Aber es schafft auch eine gewisse Art von Verbindlickeit.
  • Trage "Yoga" fest als einen Termin im Kalender ein. Das hilft dir dabei, diese Zeit frei zu halten und dich wann anders mit Freunden zu treffen.
  • Noch viel mehr Tipps gibt's in meinem Artikel zum Thema "Schweinehund besiegen"

 

5. Wie finde ich den Yogastil, der zu mir passt?

Als ich mit Yoga anfing, wusste ich noch nicht, dass es verschiedene Yogastile gibt. Umso wichtiger finde ich es, dass du von vorneherein weißt, dass es verschiedene Stile gibt.

In den meisten Studios wird eine Form von Vinyasa unterrichtet - das ist eher fließendes Yoga, bei dem die einzelnen Haltungen (Asanas) nicht lange gehalten werden und man eher von einer Haltung in die nächste fließt.

Manche Stile sehen eine feste Übungssequenz vor, die jede Stunde wiederholt wird (bei Ashtanga z.B. ist das so). Andere Stile geben der Yogalehrer_in frei Hand, sodass die Sequenz von Stunde zu Stunde verschieden ist (z.B. bei Anusara).

Aber es gibt auch Stile, in denen die Asansas lange gehalten werden (z.B. Yin Yoga).

Du siehst, Yoga ist vielfältig und da draußen gibt es bestimmt auch den passenden Stil für dich.

6. Die Anderen sind viel besser als ich!

Jeder kennt das: Diese Gedanken, dass die anderen besser sind, schönere Yogahosen anhaben, nach einer anstrengenden Stunde nicht so fürchterlich durchgeschwitzt sind....

Das ist völlig normal und auch jetzt noch, nach mehr als 4 Jahren Yogapraxis, ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich ganz neidisch zu den anderen herüberblicke. Aber Yoga is not a competition!

Das muss nichts schlechtes sein - manchmal spornt eine Gruppe auch an und motiviert. Aber manchmal raubt sie mir auch mein Selbstvertrauen. Aber das coole an Yoga ist: Du wirst mit jeder Stunde besser werden und damit wird auch das Selbstvertrauen zurück komen.

Und jetzt du!

Ich hoffe, dass ich deine brennendsten Fragen beantworten konnte. Falls nicht, lass mir gerne ein Kommentar da, dann beantworte ich in einem 2. Teil noch mehr Fragen.

ich freue mich, dass du mit Yoga anfangen möchtest und wünsche dir ganz viel Spaß und den nötigen Biss, um am Ball zu bleiben.

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