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Albanien - Gastfeundschaft erleben

Albanien - obwohl das Land in Europa liegt, ist es immer noch ein Geheimtipp! Und das ganz zu unrecht: Albaniens Natur ist traumaft schön, die Menschen unfassbar gastfreundlich und das Essen wirklich gut!

Diesen Sommer haben mein Freund und ich Albanien erkundet. Was wir erlebt haben, was wir empfehlen und was nicht - das erfährst du hier!

Ottomanische Brücke Ura e Mesit  Brücke bei Shkodra Albanien
Ottomanische Brücke Ura e Mesit bei Shkodra

Albaniens Norden: Kristallklares Wasser und schroffe Berge

Wir sind mit dem Flugzeug in Prishtina, der Hauptstadt des Kosovo, gelandet (zum Kosovo werde ich wohl auch bald nochmal was schreiben) und mit dem Auto nach Albanien gefahren. Beim nächsten Mal würde ich allerdings direkt nach Tirana fliegen.

Albanien ist sehr bergig - die Straßen sind deshalb recht kurvenreich und teilweise in einem sehr schlechten Zustand (Stell dir ein Schlagloch vor und mache es 10 Mal größer - so sehen manche Straßen in Albanien aus). Allerdings wird auch überall gebaut - in ein paar Jahren gehören die schlechten Straßenverhältnisse der Vergangenheit an.

Der Norden von Albanien hat uns am besten gefallen: Die Flüsse sind reißend und kristallklar. Uns es sind noch richtige Flüsse, mit weiten Kiesbetten und mäandernden Armen.

Städtetipp: Shkodra - Italien in Albanien

Würde man mich nach Shkodra beamen und mir vorher nicht sagen, wohin - würde ich glauben, ich wäre in Italien.

Die breiten Boulevards, die warmen Farben in denen die Häuser erstralen, die lebhaften Cafés.

Hier lohnt es sich einfach, einen halben Tag lang durch die Straßen zu schlendern, ein Eis zu essen und die Stadt auf sich wirken zu lassen. In Shkodra geht das Leben noch gelassen zu.

Fährt man mit dem Auto ein paar Kilometer aus der Stadt raus, kommt man zur Ottomanischen Brücke Ura e Mesit , die sich über den Kir schlägt. Bei gutem Wetter schimmen nicht nur Kinder im Fluss. Wenn man in Albanien die Augen offen hält, springen immer wieder alte Brücken ins Auge. Oft scheint es so, als wäre die Zeit stehen geblieben und der nächste Bauer kommt mit einem Ochsenkarren jeden Augenblick über die Brücke. (Eselkarren habe ich durchaus mehr als ein Mal während der Woche Albanien gesehen).

Tirana: Albaniens Hauptstadt

Oper in Tirana, der Hauptstadt Albaniens
Oper in Tirana, der Hauptstadt Albaniens

Durchaus modern und urban wirkt Albaniens Hauptstadd Tirana. Ein Ausflug in die albanische Metrople war für uns der Anlass überahaupt Albanien erkunden zu wollen. Mein Freund hatte nämlich den Artikel im Spiegel gelesen, der das Restaurant Mullixhiu in den Himmel lobte.

Ich gehe gerne Essen, aber noch nie war ich in einem Sternerestaurant. Während man in Deutschland wahrscheinlich auch alternativ ein paar Tage ans Meer fahren könnte, sind die Preise in Albanien eher günstig.

Wir ließen uns im Mullixhiu mit dem Menu "Metamorphsis" durch die reginlae Küche Albaniens führen. Das Essen war spannend, es wurde mit Texturen und Temperatur gespielt. Und nie war mir von vornherein klar, was ich dort gerade esse. Käse reihte sich vor Zucchiniblüten und albanische Pasta. Von der Auswahl der Zutaten erinnerte mich die Karte allerdigs eher an Skaninavien.  Die Atmosphäre erinner an einen alten Bauernhof - mitten in der Hauptstadt.

Neben Essen interessiere ich mich auch sehr für Städte - für Architektur und die Gestaltung von urabnem Raum. In Tirana findet man in Sachen Archtiketur immer wieder Perlen. Orte, an denen man verigsst, dass man in einem der ärmsten Länder Europas ist.

Ein Tipp ist Tiranas Markthalle und die angrenzenden Cafés und Restaurants. Hier kann man herrlich frisches Obst und Gemüse von den lokalen Bauern kaufen, aber auch Tabak und eingelgte Oliven gibt's an dem einen oder andern Stand.

Markthalle in Tirana, der Hauptstadt Albaniens
Markthalle in Tirana, der Hauptstadt Albaniens

Tiranas Innenstadt ist sehr grün, deshalb lohnt es sich, einfach von der Oper bis zum großen Stadtpark mit dem künstlichen See durch die Straßen und über den breiten Boulevard zu schlendern und die teilweise monumentale Architektur auf sich wirken zu lassen.

 

Zeugen der zeit: Albaniens Geschichte

Neben den vielen alten Brücken die sich über naturbelassene Flüsse spannen, sorgen auch die Elsekarren, die ab und an Heu transportieren, dass ich mich oft wie in einer andern Zeit gefühlt habe. Während die Natur und die Tiere eher dafür sorgen, dass Albanien sich anfühlt, wie ein Land aus einem Bilderbuch, gibt es auch Dinge, die auf die düstere Zeit des Landes verweisen.

In den 60er Jahren wurden im ganzen Land unzählige Bunker errichtet und noch heute sieht man überall, egal ob in der Stadt, am Meer oder in den Bergen eine Vielzahl von Bunkern, die nach und nach verfallen.

Bunker in Albanien
Auch das ist Albanien: Bunker

Die bewegte Verganenheit merkt man den Albanern jedoch nicht an - sie sind unsagbar gastfreundlich. Und so bekam ich, obwohl die Gastronomen nicht immer auf Vegetarier eingestellt waren, immer eine Extrawurst... oder vielmehr Extrakäse. ;) Und sowieso gab es immer mehr Essen, als wir essen konnten. Der Albaner isst gerne und wir auch. 

Abwechslungsreiche Küsten

Während eines Albanien-Urlaubs ist eins (neben hungrig-sein) ziemlich schwer: Sich langweilen. Es gibt immer etwas zu bestaunen. Auch oder gerade an der Küste. Natürlich gibt es auch hier Sandstrände, die zum Sonnen und planschen einladen, aber es gibt auch wirklich etwas zu entdecken: Wunderschöne Lagunen (z.B. Divjaka-Karavasta), die mit genügend Mükenschutz laden zum Wandern ein, schlimmste Serpentienen führen auf Berge hinauf, von denen man weit über das Meer blicken kann (Panorama Llogara).

Porto Palermo Castle  Festung Albanien
Porto Palermo Castle - besonders am späten Nachmittag traumhaft

Wer nicht nur mit Sonne und Strand zufrieden ist, sondern alte Steine spannend findet, der kann die Festung Porto Palermo erkunden. Man zahlt ein paar Euro Eintritt, dafür kann man aber nahezu ungestört die alte Festung erkunden.

Albaniens Hinterland: Kurven und Kühe abseits der Küste

Kühe in den Bergen Albaniens
In den Bergen Albanies trifft man immer wieder: Kühe und Pferde

Abseits der Küste hat mir Albanien jedoch am Besten gefallen. An der Küste ist doch vieles sehr touristisch und auch wenn die Menschen sich über Deutsche als Gäste wunden, sie sind auf Touristen eingestellt. Ganz anders ist es in den Bergen - hier kann es schonmal passieren, dass man mit Englisch nicht weiterkommt. Mein wichtigster Satz war daher "Une jam vegetarian" - ich bin Vegetarierin. Ein Satz, der einem Gastgeber das blanke Entsetzen ins Gesicht getrieben hat, denn die Spezialität des Hauses war Fisch und mir Käse, Salat und Brot aufzutischen... Das war doch gar kein richtiges Essen!

Brücke bei Tepelena, Albanien
Tepelena - Ruhe am reißenden Fluss

Eine Empfehlung ist, einem Fluss zu folgen. Wir sind die Straße, die von Tempelena am Vlora entlag ans Meer führt (SH14) gefolgt und ich war immer wieder einfach nur beeindruckt von dem wilden Flluss der sich sein breites Kiesbett durch die Berge gräbt. In Albanien sind die Flüsse noch Flüsse.

 

Und falls man am Ende der Reise noch ein ppar Andenken und Souveniers kaufen möchte, ist man in Kruja richtig. Hier gibt es nicht nur einen tollen Blick über über das Tal nach Tirana, sondern auch viele kleine Läden, die allerhand Typisches für Albanien verkaufen: Stoffe und Keramik, aber natürlich auch Magnete und Flaschenöffner mit der albanischen Flagge.

Kruja, Albanien. Kunsthandwerk und Burg.
Kruja, Albanisches Kunsthandwerk mit Blick auf Tirana

Tipps

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Schlafen

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